„Ähm“ und gehört werden

„Ähm“ und gehört werden

 

Sie können Ihr „Ähm“ korrigieren und das sollten Sie auch tun.

Jeder von uns hat jetzt einen eigenen Medienkanal und eine Marke und früher oder später, so wie Ihre Arbeit mehr Zulauf bekommt, werden wir Ihre Stimme hören. Entweder in einem Jobinterview, einem Podcast oder einem Video.

Seit einer Million Jahren beurteilen sich Menschen gegenseitig auf Grund ihrer Stimme. Nicht nur was wir sagen, sondern auch wie wir es sagen.

Ich hörte einen Pulitzerpreis-gekrönten Autor im lokalen Radiosender. Die Anspannung des Interviews verursachte eine „Ähm“-Explosion – Ihre Worte und Ihre Herangehensweise verkauft Ihre Ideen, und zumindest in diesem Interview, wurde nicht viel verkauft.

Jedoch, Sie können diesen verbalen Tick nicht einfach wegwünschen.

Hier ist was Sie tun können : Überzeugen Sie sich selbst, daß die Person zu der Sie sprechen Ihnen die Bühne überlassen wird, daß sie nicht einspringen wird wenn Sie zögern. Sie brauchen tatsächlich nicht Geräusche zu produzieren, um als Sprecher an der Reihe zu bleiben. Der schnellste Sprecher ist nicht der bestgehörte oder gar meistgehörte.

Nächster Schritt: Zuerst üben Sie alleine, vielleicht mit Freunden, das „Ähm“ mit Nichts zu ersetzen. Mit Stille.

Sprechen Sie so langsam wie nötig. Jedes mal wenn Sie ein podiumsaufhaltendes, zeitschindendes Wort einfügen wollen, sagen Sie statt dessen nichts. Pausieren Sie lediglich.

Sie können das mit einem Rekorder oder auch in einem Meeting probieren. Es funktioniert.

Sie lehren sich nicht das „Ähm“ loszuwerden. Sie ersetzen das „Ähm“ mit Stille. Sie sind so langsam, daß das kein Thema ist.

Dann können Sie langsam Tempo zulegen.

Das Beste daran: Unsere automatische Annahme ist, daß Menschen die Ihre Worte sorgfältig wählen, ziemlich klug sind. So wie sie.

– Seth Godin

Hier im englischen Original: Seth Godin’s Blog

 

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